Krieg der Zimtsterne: Fazit und Literatur
Das BfR begründet erneut seine Warnung vor Zimt mit „problematisch“ hohen
Cumarindosen. Das konkrete „Problem“ mit Zimt und im Grunde auch mit Cumarin wird aber
nicht plausibel gemacht. Für Lebensmittel im Allgemeinen und für Zimt im Besonderen
sind keine Hinweise auf irgendwie geartete Bedenken toxikologischer Art bekannt. Daran
ändern auch die höchst theoretischen Ableitungen und Sicherheitsfaktoren nichts. Kern
und - wie bereits öffentlich vermutet
http://ahd.heilpflanzen-welt.de/natu
r-pur/
- Hintergrund der Debatte ist möglicherweise gar nicht der als Vorwand vorgeschobene
Verbraucherschutz.
Gerade der letzte Absatz des BfR-Schreibens stimmt hier nachdenklich. Sollte
es in der Tat gar nicht um echte Sicherheitsbedenken gehen, sondern um die Frage des
Vertriebsstatus von Zimtextrakten als diätetisch-supportive Maßnahmen bei Diabetes
mellitus? Der Verdacht liegt nahe, dass hier in Wirklichkeit Politik mit dem
Mäntelchen des Verbraucherschutzes betrieben werden soll, denn die betroffenen
Präparate werden von der Cumarindebatte gar nicht berührt. Der Schutz der
Öffentlichkeit vor gefährlichen Produkten ist eine wichtige Angelegenheit. Die
Bewertung des Vertriebsstatus von Nahrungsergänzungsmitteln kann aber ebenso wenig
Aufgabe des BfR sein wie der Toxikologen und Pflanzenforscher. Zur Thematik des
Vertriebsstatus von Zimtextrakten können und wollen wir keine Position beziehen.
Aufhänger der Debatte war aber nicht der Vertriebsstatus von Zimtextrakt, sondern die
angebliche Gefährlichkeit von Zimt und Zimtsternen. Dies und nichts anderes stellen
wir in Frage, schließen Doktor Schmidt und Müller-Nothmann ihr Schreiben an das BfR.
Weitere Informationen unter
http://www.svendavidmueller.de sowie
http://www.bfr-bund.de. Buchtipps:
Zimt gegen Zucker, Sven-David Müller-Nothmann/Claudia Reimers, Knaur Verlag, ISBN
3426642646, 7,90 € sowie Zimt gegen Zucker – Das Rezeptebuch, Sven-David
Müller-Nothmann/Irina Baumbach, Knaur Verlag, ISBN 3426644525, 7,95 €.
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